Kids for Kitz

Kids setzen sich für Kitze ein

Jährlich werden allein in Deutschland rund 500.000 Kitze von Mähmaschinen qualvoll getötet. Die 6. Klasse der Mittelschule Happurg nahm teil an der Aktion „Kids for Kitz“, um die jungen Rehe in Kainsbach und Schupf zu retten.

Von Mai bis Juli legen die Rehmütter ihre neugeborenen Kitze ins hohe Gras, um sie vor Feinden zu verstecken. Da die kleinen Rehe bei Gefahr nicht weglaufen, sondern sich ducken, sind sie zur Mähzeit den schnellen Landmaschinen hilflos ausgeliefert. So finden unzählige der niedlichen Tiere den Tod oder werden schwer verletzt. Johanna Roller, die Tochter des Jägers Stefan Roller, wurde auf die Initiative „Kids for Kitz“ des Landkreises Miltenberg aufmerksam (www.action-for-kitz.de) und schlug ihrer Klasse vor, daran teilzunehmen. Mit ihrem Kunstlehrer Jörg Kirschner bastelten die Schüler begeistert „Rehkitzscheuchen“ aus Müllsäcken, Rettungsdecken und Kunststoffabfällen, um die Ablage der Kitze in den Wiesen zu verhindern. Stefan Roller war gerne bereit, diese Aktion zu unterstützen und kam in den Unterricht der 6. Klasse, um den interessierten Jungen und Mädchen von den vielfältigen Aufgaben des Jägers zu berichten und ihre Fragen zu beantworten. So erfuhren sie, dass der Beruf des Jägers sehr anspruchsvoll ist, weil man hohe Verantwortung für Tiere und Umwelt trägt. Die Klasse übergab Stefan Roller die fertigen Scheuchen. Er versprach, die Scheuchen in den Wiesen zu platzieren, sobald die Landwirte ihm mitteilen, wo sie mähen wollen. Die Rehmütter werden sich von den raschelnden Tüten gestört fühlen und ihre Jungen schnell aus den Wiesen holen und in Sicherheit bringen. Auf diese Weise sollen die Kitze in Kainsbach und Schupf vor den Mähmaschinen bewahrt bleiben.

Johanna Roller, Aaliyah Angenendt